Infografik Blitzmarathon
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Der Blitzmarathon

Der Blitzmarathon wurde eingeführt um die häufigste und gefährlichste Ursache für Straßenverkehrsunfälle, die überhöhte Geschwindigkeit zu verhindern und um auf diese, mittels der Medien aufmerksam zu machen.


Der erste fand am 10. Februar 2012 in Nordrhein-Westfalen statt und ging aus als Teil der Kampagne „Brems Dich – rette Leben!“ hervor. Daraufhin wird er seit dem 10. Oktober 2013 bundesweit durchgeführt. Am 16. April 2015 fand die erste europaweite Aktion statt. Die geplanten Messstellen werden zuvor über die Medien bekannt gegeben, jedoch können sich die Verkehrsteilnehmer darauf nicht verlassen und müssen auch darauf gefasst sein an anderen Stellen kontrolliert zu werden. Die Stellen, an denen die Polizei kontrollieren sollte konnten aber auch von den Bürgern selbst gewählt werden, indem sie vorab aufgefordert wurden so genannte Wutpunkte an Standorten, an denen ihnen oft Verletzungen der Straßenverkehrsordnung aufgefallen waren, zu vergeben. Dies stoß auf breiten Zuspruch in der Bevölkerung und die Beteiligung war, selbst für die Behörden überraschend groß. Aufgrund des positiven Ergebnisses dieser Aktion fand der dritte Blitzmarathon am 24. Oktober 2012 in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und den Niederlanden statt. Am 4. Juni 2013 startete der vierte Kontrollenmarathon in NRW und Niedersachsen. Nachdem sich diese Aktionen als ausgesprochen effektiv und von der Bevölkerung als akzeptiert erwiesen hatte wurde im Mai 2013 die länderübergreifende Durchführung des ersten 24-Stunden-Blitz-Marathons beschlossen. Dieser wurde im Oktober desselben Jahres durchgeführt. Am 18. September 2014 folgte die zweite und am 16. April 2015 die dritte Wiederholung dieser, nun bundesweiten Aktion.

Durch die folgenden Aktionen sollen die Verkehrsteilnehmer für falsches Benehmen im Straßenverkehr geahndet werden. Die Polizisten kontrollieren sowohl uniformierte als auch in zivile die Teilnehmer des Straßenverkehrs. Außerdem werden von ihnen Geschwindigkeitsüberwachung mit und ohne Anhalten durch Radarfallen protokolliert. Letztendlich kommen noch stationäre Radaranlagen, Laserpistolen und Videomess-Fahrzeuge zum Einsatz. Desweiteren zeigen die Behörden an Unfallschwerpunkten und an Strecken, wo besonders häufig Geschwindigkeitsübertretungen stattfinden Präsenz.

Am ersten Blitzmarathon, der am 10. Oktober 2013 durchgeführt wurde, überprüften 14.700 Polizisten über 24 Stunden an mehr als 8.600 Stellen die Geschwindigkeit der Verkehrsteilnehmer. Dabei wurden etwa Millionen Fahrzeuge kontrolliert, von denen etwa 83.000 zu schnell waren. Bei der Wiederholung dieser Aktion im September 2014 waren mehr als 13.000 Polizisten an fast 7500 Messorten im Einsatz. Dabei wurde eine ähnliche Anzahl an Verkehrsteilnehmern, wie im Vorjahr kontrolliert, die Verstöße wegen zu hoher Geschwindigkeit stiegen jedoch auf 93.000 an. Im nächsten Jahr sanken die registrierten Verstöße dafür jedoch ab. Bei 3.254.819 kontrollierten Fahrzeugen wurden 91.262 Tempoverstöße festgestellt. Die Behörden sind von dem Erfolg dieser Aktionen überzeugt. Beispielsweise soll sich das Verhältnis der hohen Geschwindigkeitsüberschreitungen zu den geringeren Überschreitungen positiv verändert haben, da sich die durchschnittliche Höhe der Überschreitung deutlich verringert habe. Auch ist die Zahl der Verkehrstoten durch die Jahre deutlich abgestiegen, was auch den geringeren Überschreitungen des Tempolimits zugesprochen wird.Ein Text! Sie können ihn mit Inhalt füllen, verschieben, kopieren oder löschen.