Der Handel mit den Flensburger Punkten

Achtung: Vorweg eine wichtige Info. Die nachfolgenden Informationen entstanden aus unserer Recherche zu dem Thema und stellen keinerlei Rechtsberatung dar. Ebenfalls möchten wir betonen, dass wir in keinster Art und Weise dazu raten, Ihre Punkte in Flensburg zu handeln, für andere zu übernehmen oder zu verkaufen.

Punktehandel Flensburg - Die wichtigsten Fakten

Zu schnell gefahren, ein falsches Überholmanöver oder zu oft im Parkverbot gestanden? Schnell können Punkte in Flensburg zusammenkommen, welche den eigenen Führerschein in Gefahr bringen. In diesem Fall ist das Sprichwort „Not macht erfinderisch“ mehr als wahr. Durch die Ausnutzung einer Gesetzeslücke, meistens über das Internet, ist ein handfester Handel mit der Übernahme von Punkten in Flensburg entstanden, welcher ein Fahrverbot verhindern soll.

Wie läuft der Punktehandel Flensburg ab?

Man wurde bei hoher Geschwindigkeit geblitzt oder hat eine andere Gesetzesübertretung durchgeführt, welche mit Punkten bestraft wird. Nun sendet die Bußgeldstelle dem Halter des Fahrzeugs einen Anhörungsbogen, in dem die Möglichkeit zur Stellungsnahme besteht. Innerhalb dieses Dokuments kann angegeben werden, wer das Fahrzeug zur Tatzeit gefahren hat. Immerhin darf das Bußgeld und somit auch die Punkte alleine gegen den Fahrer verhängt werden, nicht den Halter des Fahrzeugs. Nun kommt der Punktehandel Flensburg ins Spiel. Der Verkehrssünder ignoriert den Anhörungsbogen zuerst und stellt Kontakt zu einer dritten Person her. Diese Person bietet an, den Verstoß auf ihre Kappe zu nehmen. Einen solchen „Sündenbock“ kann man häufig im Internet antreffen. Oftmals bieten Studenten ohne Auto, Hartz IV-Empfänger oder andere Menschen mit einem nicht genutzten Führerschein und einer kleinen Geldnot einen solchen Dienst an. Selbst Hausfrauen oder Lebenskünstler sind keine Seltenheit, da sie einfach ihre eigene Kasse aufbessern möchten und auf das Autofahren verzichten können. Nun einigen sich der Verkehrssünder und der Übernehmer miteinander und der Anhörungsbogen wird dem Sündenbock überlassen. Dieser gibt seine eigenen Daten ein und schickt diesen Bogen an die Bußgeldstelle. Nun nimmt die Stelle an, dass der Sündenbock gefahren ist und schicken das Bußgeld, Punkte und gegebenenfalls ein Fahrverbot ihm zu. Der eigentliche Fahrer ist fein raus und muss keine Strafe fürchten.

Punktehandel Flensburg – Die Kosten

Natürlich übernehmen Hausfrauen, Studenten und Co. nicht aus reiner Gutwilligkeit die Punkte von anderen Verkehrsteilnehmern. Es wird ein stattlicher Preis ausgehandelt, welcher für die Punkte oder das Fahrverbot fällig wird. Oftmals sind Preise von 250 Euro pro Punkt oder 1.000 Euro für ein einmonatiges Fahrverbot keine Seltenheit. Der Preis hängt in vielen Fällen von der Geldnot der dritten Person sowie dem eigenen Vergehen ab. Heute gibt es ganze Internetseiten und -foren, die sich alleine mit dem Punktehandel beschäftigen. In diesen kann man als Betroffener eine Anfrage stellen oder selbst als Verkäufer einsteigen. In vielen Fällen wird ein Sündenbock nach wenigen Tagen gefunden. Allerdings ist zu beachten, dass der Anhörungsbogen nach einer bestimmten Zeitspanne verfällt. Deswegen sollte die Suche direkt gestartet werden.

Die strafrechtlichen Risiken für beide Seiten

Interessant ist, dass der Punktehandel Flensburg kaum strafrechtliche Auswirkungen besitzt. In den meisten Fällen ist nicht zu ermitteln, dass die angegebene Person nicht gefahren ist. Findet es die Staatsanwaltschaft dennoch raus, kommt es manchmal zu einem Verfahren wegen „falscher Verdächtigung“. Oftmals ist das aber nur rein symbolisch gemeint, um eine abschreckende Wirkung zu erzielen. Im Regelfall ist der Vorwurf juristisch nicht haltbar und wird deswegen verworfen. Zusätzlich haben es viele Behörden mit dem Vorwurf der „mittelbaren Falschbeurkundung“ versucht, doch da es sich beim Verkehrszentralregister nicht um ein „öffentliches Register“ handelt, geraten sie hier ebenso in eine Sackgasse. Einen speziellen Paragraphen, welcher den Punktehandel Flensburg verbietet, gibt es nicht. Der Punktehandel bewegt sich in einer rechtlichen Grauzone und ist nicht legal, jedoch auch nicht strafbar. Es besteht alleine ein gewisses rechtliches Risiko, wenn der Übernehmer der Person Sozialleistungen wie Hartz IV oder BAföG bezieht. In diesen Fällen kann die Annahme der Zahlung unter Umständen als Betrug angezeigt werden, wodurch die Person ihre Leistungsansprüche verliert. Dieses Risiko ist aber nur denkbar, falls einer der beiden Parteien nicht ruhig ist und die Zahlungen zugibt. Wichtig ist, dass der Übernehmer einen gültigen Führerschein besitzt. Ansonsten kann der Verdacht des strafbaren Fahrens ohne Fahrerlaubnis aufkommen, was wesentlich größere, strafrechtliche Konsequenzen hat.

Zu beachten:

Der Punktehandel Flensburg ist in den meisten Fällen ohne große Umstände möglich und eine weitere Prüfung des Fahrers wird nicht durchgeführt. Immerhin handelt es sich bei den Bußgeldverfahren und standardisierte Massenverfahren, wobei die Blitzerfotos von minderer Qualität sind. Am besten sollte eine Person gewählt werden, welche das gleiche Geschlecht und Alter besitzt. Auch passende Haarfarben oder Körperbau sind in machen Situationen von Vorteil. Ansonsten sind die Fälle vom Punktehandel Flensburg nach drei Monaten verfallen, weshalb keine weitere Handhabe erhoben werden kann.
Fazit:
Für viele Autofahrer ist der Führerschein eine Existenzgrundlage und keinesfalls verzichtbar. Treffen Sie Ihre Entscheidung mit Bedacht.